Samstag, 18. Juni 2011

Herr und Frau Wurst und noch mehr Würstchen

Herrschaftszeiten,
schon wieder sind drei Monate seit dem letzten Eintrag vergangen. Der Sohn, fast 18 Jahre ist nun zu mir zurückgekehrt, nachdem er knapp 9 Jahre bei seinem Vater lebte.  Der Richter unterhielt sich lange mit meinem Sohn, er entschied, dass es so das Beste sei. Mein Sohn mochte sich nicht in die deutsche Schule eingewöhnen und vermisste seine Freunde sehr.  Schön vom Sohn zu hören, dass man als Mutter trotzdem richtig entschieden hat, auch wenn er selber sagt, dass er besser bei mir geblieben wäre-damals. Ich wollte auf keinen Fall einen Krieg anzetteln und wollte nur meinen Sohn regelmässig sehen und darauf bestand ich auch,  Tja, die Zeit kann mal wohl nicht zurückdrehen und Erfahrungen vererben sich bekannterweise auch nicht. Die muss jeder selber machen. Jetzt konnten wir viele Dinge, die damals passiert sind besprechen und nun ist er auch in der Lage mich zu verstehen, warum es zur Trennung kam. Erstaunlich auch wie manche Kinder einfach den Glauben daran, dass alles wieder wie früher wird und die Eltern wieder zusammenkommen einfach nicht aufgeben können. Eigentlich hatte ich angenommen, dass er viel schneller wieder bei mir ist, als es dann wirklich passierte. Ich habe gehofft, dass es einmal so kommt. Bis zu seinem 16. war er auch fast jedes Wochenende bei uns, dann die erste Freundin,da wurden die Besuche bei uns etwas seltener. Immer öfter hatte er keine Zeit zu uns zu kommen und wichtigere Dinge im Kopf. Selten gab es Zeit zu reden und doch dann plötzlich im Februar diesen Jahres viel die Entscheidung den Vater zu verlassen und bei Muttern in Deutschland neu zu starten.
Der verloren geglaubte Sohn war niemals verloren und nun freue ich mich auf eine turbulente Zeit und hoffe, dass er sein Leben nun so gestalten kann, wie er es sich für sich vorstellt und wünscht. Ach ja, es ist erstaunlich wieviel Essbares in so einen 17jährigen hineinpasst- einfach unglaublich.

1 Kommentar:

  1. Ich bitte Dich...klar hat das Kind immer die Hoffnung, dass Mama und Papa sich wieder zusammenfinden (sprech da aus eigener Erfahrung)..egal wie alt man ist. Ich denke,sogar je jünger je mehr Hoffnung hat man..desto "drängender" hofft man..

    Dein Spruch mit dem "Erfahrungen vererben sich nicht, die muss man selber machen"...der ist genial!
    Deine sis

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